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Bologna bitte nur als Pastasauce

Der Bolognaprozess 1999, er sollte ein einhetliches weltweit greifendes Hochschulsystem und mehr Klarheit und Übersichtlichkeit schaffen. Allerdings stifteten die nicht zu Ende gedachten Ergebnisse des Prozesses faktisch nur noch mehr Verwirrung.

Eine Gleichwertigkeit und homogene Anerkennung eines Bachelorabschlusses weltweit ist schlicht und ergreifend nicht gegeben. Das Gegenteil ist Realität. An der einen Uni dauert ein Bachelor in einem bestimmten Fach sechs, an der nächsten Uni acht semester. Klar, dass man diese nicht miteinander vergleichen kann. Kann man nicht? Schwer zu sagen, es besteht ja immer noch die Möglichkeit, dass im sechssemestrigen Studium dieselben Inhalte in einem komprimierten zeitraum vermittelt wurden und dieses kürzere Studium sogar anspruchsvoller ist. Diese Differenz der Semesterzahlen herrscht besonders zwischen den EU-Staaten und den USA.

Jedoch war das noch der simpelste Sachverhalt. In der Theorie ist jeder Bachelor, egal ob Uni oder FH gleichwertig. Doch wie wahrscheinlich ist es, dass ein FH Bachelor gegen einen Unibachelor den Masterplatz an einer Uni bekommt? Die freie Universität zu Berlin machte vor kurzem Negativschlagzeilen, da sie Bachelorabschlüsse der FH nicht zum Masterstudiengängen zuließ. Ein klarer Verstoß gegen den Bolognavertrag. Doch wer überprüft das oder wer sanktioniert solche Pseudoeliteschmiedepläne? Im Endeffekt keiner so recht. Das führt uns direkt zum nächsten problem der Bolognaregelungen. Es gibt deutlich zu wenig Masterstudienplätze, sowohl für FH als auch für Uniabsolventen. Auf einen Masterplatz kommen drei dafür qualifizierte Bachelorabsolventen. Ein Bachelor ist faktisch weniger Wert als ein Diplom, wohin also mit den ganzen Bachelorabsolventen?

Das dritte große Problem ist das System des Bachelors an sich. Während man sein Diplom früher bequem und gründlich mit zehn Semestern Regelstudienzeit machen konnte, wurden dieselben Inhalte nun auf 6 oder eben 8 Semester komprimiert. Erhöhter Leistungsdruck und Versagensängste sind, in Anbetracht der Flut an zu Leistendem das Resultat.

20.7.11 09:37
 


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